Kalymnos
von Bergsteigergruppe
Klettern auf KALYMNOS
Zum Ende des Sommer wollten wir nochmals zum Klettern in die Sonne.
Wir, das waren 3 Oldie Paare : Dieter und Sylvia, Roland und Gunda , Helga und Werner. Mit dem Flieger ging’s bis Kos und mit einer halbstündigen Fährüberfahrt nach Kalymnos. Hier hatten wir uns im Hauptort Masouri in einer Ferienwohnung einquartiert.
Kalymnos ist das momentane Eldorado der Kletterer. Hier gibt es ca.3500 Touren in allen Schwierigkeitsgraden, von 1 SL Sportklettertouren bis 10 SL Multipitch Touren. Und jedes Jahr kommen mehrere Hundert Neutouren dazu.
Doch bevor es zum Klettern ging, mussten erstmals die Motorroller abgeholt werden. Ein absolutes Muss um auf der Insel mobil zu sein. Wecker braucht man keinen, da ab Tagesanbruch das Knattern der Roller nicht zu überhören ist. Der Vorteil ist, Parkplatzsuche unnötig und die Einstiege, bzw. Zugangswege findet man gut, da man nur auf geparkte Roller achten muss. Bei längeren Zustiegen kann man schnell die Einsamkeit genießen, besonders sonnige Routen mit längerem Aufstieg versprechen Einsamkeit. Das Tragen von Helmen (jedenfalls in nicht überhängenden Touren) empfiehlt sich, da die Ziegen extrem geländegängig sind und offensichtlich das wenige Grün im Klettergelände suchen. Da wir das Training nicht übertreiben wollten und häufig ausgetrocknete Kehlen uns zu einem Rückzug zwangen, kamen die kleinen Getränkestände, meist in Meernähe auch zu Umsätzen. Damit die Wirtschafts-Hilfe auch erfolgreich war, gab es abends nach üppiger Vorspeise, sättigendem Hauptgericht mit Nachtisch den/die Verdauungsschnäpse. Etwas mühsam war dann die letzte Seillänge des Tages, da noch eine sehr steile Treppe im Dunkeln zu bezwingen war. Zudem diese Treppe im Verlauf des Urlaubs immer steiler und länger wurde, da wir wegen der üppigen Verpflegung einen gewissen „Kraftzuwachs“ verzeichnen konnten.
Fazit:
Klettern auf Kalymnos macht Spass wenn man:
hitzefest ist, Roller fahren kann, gerne gut isst und trinkt, Ziegen mag (auch im Dunkeln auf der Straße), über diverse Provisorien hinwegsehen kann und das Klettern nicht nur als Alpinsport sieht. (whm)